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DGI:ZNS-Infektionen/Virale Meningitis/Enzephalitis/Klinisches Bild: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Infektiopedia
Kristina.jozic (Diskussion | Beiträge)
Die Seite wurde neu angelegt: „* Unterscheidung zwischen Meningitis und Enzephalitis klinisch wichtig (anderer Erreger und damit konsekutiv andere Behandlung), häufig aber Mischbild Meningo-Enzephalitis * vorrausgehend häufig Prodromalstadium der zu Grunde liegenden Virusinfektion * quantitative und qualitative Bewusstseinsstörungen * oft neurologische Herdsymptome (Paresen, Aphasien, fokale oder generalisierte Krampfanfälle) * Meningismus möglich (Kopfschmerzen, Übelkeit, Nacken…“
 
Kristina.jozic (Diskussion | Beiträge)
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Sekundäre Streuung
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* hämatogen ins ZNS (Virämie)
* hämatogen ins ZNS (Virämie)
* retrograd axonal entlang peripher Nerven/Hirnnerven ins ZNS: Rabiesvirus, HSV, VZV
* retrograd axonal entlang peripher Nerven/Hirnnerven ins ZNS: Rabiesvirus, HSV, VZV

Version vom 6. Oktober 2026, 08:41 Uhr

  • Unterscheidung zwischen Meningitis und Enzephalitis klinisch wichtig (anderer Erreger und damit konsekutiv andere Behandlung), häufig aber Mischbild Meningo-Enzephalitis
  • vorrausgehend häufig Prodromalstadium der zu Grunde liegenden Virusinfektion
  • quantitative und qualitative Bewusstseinsstörungen
  • oft neurologische Herdsymptome (Paresen, Aphasien, fokale oder generalisierte Krampfanfälle)
  • Meningismus möglich (Kopfschmerzen, Übelkeit, Nackensteifigkeit, Erbrechen möglich, Licht- und Lärmscheu)


Hauptkriterien:

  • Bewusstseinsstörungen, Persönlichkeitsveränderungen oder psychiatrische Manifestation (Lethargie) > 24h ohne alternative Ursache
  • Ausschluss anderer Diagnosen erfolgt.

Nebenkriterien:

  • Fieber (> 38°C), Auftreten 72h vor bzw. nach Erstvorstellung
  • Krampfanfälle (keine diagnostizierte Epilepsie vorbekannt)
  • neue fokalneurologische Zeichen
  • Bildgebung mit Enzephalitis-typischen Veränderungen
  • EEG mit Enzephalitis-typischen Veränderungen (nach Ausschluss anderer Ursachen)

Pathogenese

Im Bereich der Eintrittspforte ist meist der primäre Replikationsort.

Tab. 2. Primärer Replikationsort der verschiedenen Viren.
Respirationstrakt Maservirus, Mumpsvirus, Influenzavirus, Varizella Zoster Virus
Gastrointestinaltrakt Enteroviren, Adenoviren
Subkutanes Gewebe Togaviren (Röteln-Virus), Flaviviren (FSME, Gelbfiebervirus)
Genitaltrakt Herpes Simplex Virus
Neurales Ganglion Rabiesvirus, Poliovirus, HSV, VZV, HIV


Sekundäre Streuung:

  • hämatogen ins ZNS (Virämie)
  • retrograd axonal entlang peripher Nerven/Hirnnerven ins ZNS: Rabiesvirus, HSV, VZV