DGI:Infektionsprävention/Prävention beatmungsassoziierter und nicht-beatmungsassoziierter Pneumonien (VAP / NV-HAP)/Abstract
Beatmungsassoziierte und nicht-beatmungsassoziierte Pneumonien sind relevante, häufig vermeidbare Komplikationen im Krankenhaus. Die Prävention beruht auf einem multimodalen Bündel aus konsequenter Mund- und Rachenpflege, Aspirationsschutz, Oberkörperhochlagerung, frühzeitiger Mobilisation, aseptischem Atemwegsmanagement, kurzer Beatmungsdauer sowie gezielter Atemtherapie. Für Normal- und IMC-Stationen stehen insbesondere strukturierte Mundpflege, Dysphagie-Screening und Mobilisationsprotokolle im Vordergrund. Entscheidend ist die standardisierte, interprofessionelle Umsetzung evidenzbasierter Maßnahmen zur Reduktion von Pneumonieinzidenz, Beatmungsdauer und Liegezeit.
Ziel: Vermeidung mikrobieller Aspirationen, Reduktion oropharyngealer Erregerlast, Förderung der Lungenfunktion und Mobilität, Verkürzung der Beatmungs- bzw. Liegedauer.
Grundprinzipien
| Hygienetipps | Überschrift | Evidenz |
|---|---|---|
| Prävention der Intubation | Bei Hypoxämie frühzeitig NIV/ CPAP/ HFNO oder Atemtherapie erwägen | MODERAT |
| Tiefe Sedierung vermeiden | Leichte Sedierung fördert Spontanatmung und Frühmobilisation | MÄSSIG |
| Beatmungsdauer so kurz wie möglich halten. | Frühzeitige Extubation, konsequentes Weaning und Mobilisierung des Pneumonierisiko | MÄSSIG |