DGI:Knochen-, Gelenks- und Protheseninfektionen/Osteomyelitis bei Kindern/Diagnostik
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Diagnostik
Der Goldstandard zur Diagnose ist der Nachweis eines Erregers aus Knochen. Bei Blutstrominfektion mit einem typischen Erreger kann die Diagnose auch in Kombination mit einem klinischen und radiologischen Korrelat gestellt werden.
- Klinische Untersuchung:
- Da multilokuläre Manifestation häufig, sorgfältige Untersuchung des gesamten Skelettsystems
- HNO- und zahnärztliche Untersuchung
- Labor:
- Bildgebung:
- Sonographie: V.a. für septische Arthritis, ansonsten orientierend
- Röntgen: Ausschluss anderer Ursachen (v.a. Tumor oder Fraktur). Osteomyelitis erst spät 10-21d nach Symptombeginn erkennbar
- MRT: Diagnostik der Wahl. Gute Darstellung, v. a. Differenzierung von anderen Läsionen. Veränderungen früh sichtbar bereits 3d nach Symptombeginn
- Die Skelettszintigrafie ist bei Kindern obsolet
- Fokussuche bei Blutstrominfektion (Echokardiographie, Sono-Abdomen, Sono-Schädel (bei Säuglingen), MRT des Kopfes bei persistierenden Kopfschmerzen (bei Kindern))
- Intraoperative Materialgewinnung:
Tumor, Trauma und Traumafolgen, Histiozytose, Chronisch rekurrierende multifokale Osteomyelitis (CRMO).