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DGI:Infektionsprävention/Prävention beatmungsassoziierter und nicht-beatmungsassoziierter Pneumonien (VAP / NV-HAP)/Abstract: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Infektiopedia
Kristina.jozic (Diskussion | Beiträge)
Die Seite wurde neu angelegt: „'''Beatmungsassoziierte und nicht-beatmungsassoziierte Pneumonien''' sind relevante, häufig vermeidbare Komplikationen im Krankenhaus. Die Prävention beruht auf einem multimodalen Bündel aus konsequenter Mund- und Rachenpflege, Aspirationsschutz, Oberkörperhochlagerung, frühzeitiger Mobilisation, aseptischem Atemwegsmanagement, kurzer Beatmungsdauer sowie gezielter Atemtherapie. Für Normal- und IMC-Stationen stehen insbesondere strukturierte Mundpfl…“
 
Kristina.jozic (Diskussion | Beiträge)
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| Beatmungsdauer so kurz wie möglich halten. || Frühzeitige Extubation, konsequentes Weaning und Mobilisierung des Pneumonierisiko || MÄSSIG
| Beatmungsdauer so kurz wie möglich halten. || Frühzeitige Extubation, konsequentes Weaning und Mobilisierung des Pneumonierisiko || MÄSSIG
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===Aseptik und Atemwegsmanagement===
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|+ Text der Überschrift
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! Hygienetipps !! Überschrift !! Evidenz
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| Aseptisches Vorgehen beim Absaugen|| Händedesinfektion, sterile Handschuhe, Mund-Nasen-Schutz; Absaugen nur bei Bedarf || NIEDRIG
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| Endotrachealtuben mit subglottischer Sekretabsaugung || reduzieren VAP-Raten signifikant. Logistische Umsetzung und Handling schwierig. || NIEDRIG
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| Cuff-Druch 20-30 cm H<sub>2</sub>O || Vermeidung von Mikroaspiration || NIEDRIG
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===Lagerung und Sekretmanagement===
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|+ Text der Überschrift
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! Hygienetipps !! Überschrift !! Evidenz
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| Oberkörperhochlagerung ≥ 30-40° || bei allen gefährdeten Patient:innen || MÄSSIG
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| Orale/ pharyngeale Sekretabsaugung || bei starker Sekretbildung || NIEDRIG
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| Frühmobilisation ab Tag 1. || passive und aktive Mobilisiation reduziert Pneumonien und Hospitalisationsdauer || MODERAT
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===Mund- und Rachenpflege===
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|+ Text der Überschrift
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! Überschrift !! Überschrift !! Überschrift
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| Mechanische Mundhygiene ist zentral|| * Mínd. 2x täglich Zähne putzen (Zahnbürste + Zahnpasta) * Zahnprotesen reinigen und trocken lagern * Mundtrockenheit vermeiden (Befeuchtung mit steriler NaCl-Lösung oder feuchten Tüchern || MODERAT
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| Antiseptische Zusätze (z.B.Chlorhexidin 0,12-0,2 %) nur in Ausnahmefällen || * Früher häufig empfohlen, aktuelle Daten zeigen jedoch keinen klaren Nutzen und potentielle Risiken (Mortalitätssignal, Schleimhautläsionen). * Schwerpunkt sollte auf konsequenter mechanischer Reinigung liegen. || NIEDRIG/ uneinheitlich
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Version vom 1. Oktober 2026, 10:56 Uhr

Beatmungsassoziierte und nicht-beatmungsassoziierte Pneumonien sind relevante, häufig vermeidbare Komplikationen im Krankenhaus. Die Prävention beruht auf einem multimodalen Bündel aus konsequenter Mund- und Rachenpflege, Aspirationsschutz, Oberkörperhochlagerung, frühzeitiger Mobilisation, aseptischem Atemwegsmanagement, kurzer Beatmungsdauer sowie gezielter Atemtherapie. Für Normal- und IMC-Stationen stehen insbesondere strukturierte Mundpflege, Dysphagie-Screening und Mobilisationsprotokolle im Vordergrund. Entscheidend ist die standardisierte, interprofessionelle Umsetzung evidenzbasierter Maßnahmen zur Reduktion von Pneumonieinzidenz, Beatmungsdauer und Liegezeit.


Ziel: Vermeidung mikrobieller Aspirationen, Reduktion oropharyngealer Erregerlast, Förderung der Lungenfunktion und Mobilität, Verkürzung der Beatmungs- bzw. Liegedauer.

Grundprinzipien

Text der Überschrift
Hygienetipps Überschrift Evidenz
Prävention der Intubation Bei Hypoxämie frühzeitig NIV/ CPAP/ HFNO oder Atemtherapie erwägen MODERAT
Tiefe Sedierung vermeiden Leichte Sedierung fördert Spontanatmung und Frühmobilisation MÄSSIG
Beatmungsdauer so kurz wie möglich halten. Frühzeitige Extubation, konsequentes Weaning und Mobilisierung des Pneumonierisiko MÄSSIG


Aseptik und Atemwegsmanagement

Text der Überschrift
Hygienetipps Überschrift Evidenz
Aseptisches Vorgehen beim Absaugen Händedesinfektion, sterile Handschuhe, Mund-Nasen-Schutz; Absaugen nur bei Bedarf NIEDRIG
Endotrachealtuben mit subglottischer Sekretabsaugung reduzieren VAP-Raten signifikant. Logistische Umsetzung und Handling schwierig. NIEDRIG
Cuff-Druch 20-30 cm H2O Vermeidung von Mikroaspiration NIEDRIG


Lagerung und Sekretmanagement

Text der Überschrift
Hygienetipps Überschrift Evidenz
Oberkörperhochlagerung ≥ 30-40° bei allen gefährdeten Patient:innen MÄSSIG
Orale/ pharyngeale Sekretabsaugung bei starker Sekretbildung NIEDRIG
Frühmobilisation ab Tag 1. passive und aktive Mobilisiation reduziert Pneumonien und Hospitalisationsdauer MODERAT


Mund- und Rachenpflege

Text der Überschrift
Überschrift Überschrift Überschrift
Mechanische Mundhygiene ist zentral * Mínd. 2x täglich Zähne putzen (Zahnbürste + Zahnpasta) * Zahnprotesen reinigen und trocken lagern * Mundtrockenheit vermeiden (Befeuchtung mit steriler NaCl-Lösung oder feuchten Tüchern MODERAT
Antiseptische Zusätze (z.B.Chlorhexidin 0,12-0,2 %) nur in Ausnahmefällen * Früher häufig empfohlen, aktuelle Daten zeigen jedoch keinen klaren Nutzen und potentielle Risiken (Mortalitätssignal, Schleimhautläsionen). * Schwerpunkt sollte auf konsequenter mechanischer Reinigung liegen. NIEDRIG/ uneinheitlich