DGI:Geschlechtskrankheiten/Unterkapitel
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| Kapitelinformationen | |
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| Stand: | Oktober 2026 |
| Kapitelleitung: | Christoph Spinner |
| Autor:innen: | Elena Rodriguez-Castellano, Michael Sabranski, Carsten DiMeo-Depmeier |
| Reviewer:innen: | Falitsa Mandraka |
| Beteiligte Fachgesellschaften: | |
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Doxy-PEP kann bei MSM und trans Frauen mit sehr hohem STI-Risiko im Einzelfall erwogen werden. Die Doxy-PEP ist jedoch keine generelle Präventionsstrategie, auch eine kontinuierliche Doxy-PrEP wird nicht empfohlen; in den EACS-Guidelines wird darauf hingewiesen, dass die Fortführung von Doxy-PEP regelmäßig neu evaluiert werden soll. Wirksamkeitsdaten zur Doxy-PEP liegen für MSM und trans Frauen mit HIV-Infektion oder unter HIV-PrEP vor. In klinischen Studien reduzierte eine Einzeldosis von 200 mg Doxycyclin innerhalb von 24 bis 72 Stunden nach Risikokontakt Chlamydieninfektionen um etwa 65–70% und Syphilis um etwa 77–78%; für Gonorrhoe war der Effekt deutlich geringer und in Europa wegen hoher Tetracyclin-Resistenz von Neisseria gonorrhoeae nicht verlässlich zu erwarten. Die DSTIG und EACS empfehlen daher keine breite Implementierung, sondern eine strenge Einzelfallentscheidung bei hohem sexuellem STI-Risiko unter Berücksichtigung von Nutzen, Nebenwirkungen und Resistenzfolgen. Wichtig sind eine ausführliche Aufklärung über die Grenzen der Methode, die Zunahme des Antibiotikaverbrauchs und mögliche Resistenzentwicklung bei Gonokokken, Hautkeimen und im Mikrobiom. Doxy-PEP darf andere Maßnahmen, wie regelmäßige STI-Tests, Partnerinformation, Impfungen und die rasche Abklärung von Symptomen einer STI nicht ersetzen.
Quellen
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